Hydromyelie
Die Hydromyelie ist eine Erweiterung des schmalen, flüssigkeitsgefüllten Kanals, der sich normalerweise mittig durch das gesamte Rückenmark zieht. Sie kann angeboren sein oder sich im Zusammenhang mit anderen Fehlbildungen des Nervensystems entwickeln und bleibt bei vielen Betroffenen ohne Beschwerden.
Ursachen
Die Erweiterung entsteht durch eine gestörte Entwicklung oder einen gestörten Abfluss der Flüssigkeit im zentralen Kanal des Rückenmarks während der frühen Entwicklung im Mutterleib. Sie tritt häufig gemeinsam mit anderen Fehlbildungen des Nervensystems auf, etwa Störungen im Übergangsbereich zwischen Kopf und Wirbelsäule.
Symptome
Kleinere Erweiterungen verursachen häufig keine Beschwerden und werden zufällig entdeckt. Größere Erweiterungen können durch den Druck auf umliegendes Rückenmarksgewebe zu Gefühlsstörungen, Muskelschwäche oder Schmerzen in den betroffenen Körperregionen führen.
Diagnostik
Die Diagnose wird durch eine Magnetresonanztomografie der Wirbelsäule gestellt, mit der die Erweiterung des zentralen Kanals direkt sichtbar gemacht werden kann. Ergänzend wird nach begleitenden Fehlbildungen des Nervensystems gesucht.
Behandlung
Eine beschwerdefreie Hydromyelie wird meist nur regelmäßig kontrolliert. Bei fortschreitenden Beschwerden durch den Druck auf das Rückenmark kann eine operative Entlastung erwogen werden, insbesondere wenn eine zugrunde liegende Ursache behandelbar ist.
Verlauf und Prognose
Bei vielen Betroffenen bleibt die Hydromyelie über Jahre stabil und beschwerdefrei. Bei fortschreitenden Beschwerden führt eine gezielte Behandlung der zugrunde liegenden Ursache in der Regel zu einer guten Stabilisierung.
Quellen & weiterführende Stellen
- Gesundheitsinformation.de (IQWiG) — Hydromyelie: Ursachen, Bedeutung, Behandlung
Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.
Häufige Fragen
Was ist eine Hydromyelie?
Eine Erweiterung des schmalen, flüssigkeitsgefüllten Kanals im Inneren des Rückenmarks.
Verursacht sie immer Beschwerden?
Nein, kleinere Erweiterungen bleiben häufig beschwerdefrei.
Welche Beschwerden können bei größeren Erweiterungen auftreten?
Gefühlsstörungen, Muskelschwäche oder Schmerzen in den betroffenen Körperregionen.
Wie wird die Diagnose gestellt?
Durch eine Magnetresonanztomografie der Wirbelsäule.
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