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Augen & Sehkraft

Hornhautdegeneration

Die Hornhautdegeneration bezeichnet eine meist altersbedingte, langsam fortschreitende Abbauveränderung des Hornhautgewebes, bei der sich Ablagerungen bestimmter Substanzen oder strukturelle Umbauten innerhalb der einzelnen Hornhautschichten bilden. Im Unterschied zu den erblichen Hornhautdystrophien, die meist beidseitig, symmetrisch und bereits in jüngeren Jahren auftreten, ist die Hornhautdegeneration in der Regel eine erworbene Veränderung, die häufig nur ein Auge oder beide Augen in unterschiedlichem Ausmaß betrifft und meist mit zunehmendem Lebensalter oder als Folge lokaler Reizfaktoren wie starker Sonneneinstrahlung auftritt.

Ursachen

Die häufigste Ursache der Hornhautdegeneration ist ein normaler, altersbedingter Abbauprozess des Hornhautgewebes, bei dem sich im Laufe des Lebens bestimmte Ablagerungen in den äußeren oder mittleren Hornhautschichten bilden können. Eine langjährige, intensive Sonneneinstrahlung sowie eine chronische Reizung der Augenoberfläche, etwa durch Wind, Staub oder trockene klimatische Bedingungen, begünstigen bestimmte Formen der Hornhautdegeneration, insbesondere solche, die bevorzugt im Randbereich der sichtbaren Augenoberfläche auftreten. Seltener entsteht eine Hornhautdegeneration als Folge chronischer Entzündungen der Augenoberfläche oder im Rahmen bestimmter Stoffwechselerkrankungen mit Ablagerung von Stoffwechselprodukten im Hornhautgewebe.

Symptome

Viele Formen der Hornhautdegeneration verlaufen über lange Zeit beschwerdefrei und werden zufällig im Rahmen einer augenärztlichen Untersuchung entdeckt, insbesondere wenn die Veränderungen im Randbereich der Hornhaut liegen und die zentrale, für das scharfe Sehen entscheidende Region nicht betreffen. Greift die Degeneration jedoch auf die zentrale Hornhautregion über oder erreicht sie ein größeres Ausmaß, kann es zu einer zunehmenden Sehverschlechterung sowie zu einer erhöhten Blendempfindlichkeit kommen. Manche Betroffene bemerken zudem eine sichtbare, meist grau-weißliche Trübung oder einen ringförmigen Randsaum am äußeren Rand der Hornhaut.

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Diagnostik

Die Diagnostik erfolgt durch eine augenärztliche Untersuchung mittels Spaltlampe, bei der die charakteristische Lage, Form und Ausdehnung der degenerativen Veränderung beurteilt werden. Die genaue Lokalisation sowie das Verteilungsmuster liefern wichtige Hinweise zur Unterscheidung von den selteneren, erblichen Hornhautdystrophien, was für die weitere Einordnung und Beratung bedeutsam ist. Bei Verdacht auf eine zugrunde liegende Stoffwechselerkrankung als Ursache kann eine weiterführende internistische Abklärung sinnvoll sein, um mögliche systemische Zusammenhänge zu erkennen.

Behandlung

Die meisten Formen der Hornhautdegeneration erfordern keine spezifische Behandlung, insbesondere wenn die zentrale Hornhautregion nicht betroffen ist und keine relevante Sehbeeinträchtigung besteht, regelmäßige augenärztliche Kontrollen sind jedoch sinnvoll, um ein Fortschreiten zu beobachten. Bei Beschwerden durch eine begleitende Reizung der Augenoberfläche können befeuchtende Augentropfen Linderung verschaffen. Nur in seltenen, ausgeprägten Fällen mit erheblicher Beeinträchtigung der zentralen Sehschärfe kann ein spezialisierter operativer Eingriff, etwa eine Hornhauttransplantation, in Betracht gezogen werden, um die Sehfunktion wiederherzustellen.

Verlauf und Prognose

Der Verlauf der Hornhautdegeneration ist in den allermeisten Fällen sehr langsam fortschreitend und über Jahre bis Jahrzehnte hinweg stabil, ohne die Sehschärfe wesentlich zu beeinträchtigen, insbesondere bei den häufigeren, randständigen Formen. Bei selteneren Verläufen mit Beteiligung der zentralen Hornhautregion kann sich die Sehschärfe im Laufe der Zeit langsam verschlechtern, wobei die betroffenen Personen meist ausreichend Zeit haben, sich auf eine mögliche Behandlung einzustellen. Eine konsequente Reduktion begünstigender Faktoren wie intensiver Sonneneinstrahlung kann das Fortschreiten bestimmter Formen der Hornhautdegeneration verlangsamen.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Worin unterscheidet sich die Hornhautdegeneration von einer Hornhautdystrophie?

Die Degeneration ist eine erworbene, meist altersbedingte Veränderung, während Dystrophien erblich sind und meist beidseitig, symmetrisch und bereits in jüngeren Jahren auftreten.

Ist eine Behandlung immer notwendig?

Nein, die meisten Formen erfordern keine spezifische Behandlung, insbesondere wenn die zentrale Hornhautregion nicht betroffen ist.

Welche Faktoren begünstigen die Entstehung?

Ein normaler, altersbedingter Abbauprozess sowie eine langjährige, intensive Sonneneinstrahlung und chronische Reizung der Augenoberfläche begünstigen bestimmte Formen.

Wie schnell schreitet die Erkrankung fort?

In den allermeisten Fällen sehr langsam, über Jahre bis Jahrzehnte hinweg, ohne die Sehschärfe wesentlich zu beeinträchtigen.

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