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Innere Medizin

Harnröhrenstriktur nach medizinischen Maßnahmen

Die Harnröhrenstriktur nach medizinischen Maßnahmen bezeichnet eine narbige Verengung der Harnröhre, die als Folge einer vorausgegangenen ärztlichen Maßnahme entsteht, bei der die empfindliche Schleimhaut der Harnröhre verletzt wurde, etwa durch die wiederholte oder längerfristige Verwendung eines Blasenkatheters, eine endoskopische Untersuchung der Harnwege oder eine vorausgegangene Operation im Bereich der Harnröhre oder der Prostata. Diese Verletzung der Harnröhrenschleimhaut führt im Rahmen des natürlichen Wundheilungsprozesses zu einer bindegewebigen Vernarbung, die sich über Wochen bis Monate zunehmend zusammenzieht sowie dadurch den Durchmesser der Harnröhre einengt. Diese Form der Harnröhrenstriktur betrifft überwiegend Männer, bei denen die Harnröhre deutlich länger als bei Frauen ist sowie dadurch ein größeres Verletzungspotenzial für medizinische Instrumente bietet.

Ursachen

Die Harnröhrenstriktur nach medizinischen Maßnahmen entsteht durch eine Verletzung der empfindlichen Harnröhrenschleimhaut im Rahmen eines ärztlichen Eingriffs, wobei die häufigsten Ursachen eine längerfristige oder wiederholte Verwendung eines Blasenkatheters, eine endoskopische Untersuchung oder Behandlung der Harnwege sowie eine vorausgegangene Operation an der Prostata oder der Harnröhre selbst umfassen. Eine unsachgemäße Einführtechnik eines Blasenkatheters, insbesondere die Anwendung übermäßiger Kraft bei einem Widerstand, erhöht das Risiko einer relevanten Schleimhautverletzung erheblich. Wiederholte, in kurzen Abständen durchgeführte Eingriffe an der Harnröhre erhöhen das kumulative Risiko für die Entwicklung einer Striktur zusätzlich.

Symptome

Die Harnröhrenstriktur nach medizinischen Maßnahmen äußert sich durch einen langsam über Wochen bis Monate abgeschwächten sowie verzögert einsetzenden Harnstrahl, ein Gefühl der unvollständigen Blasenentleerung sowie ein zunehmend notwendiges Pressen beim Wasserlassen. Bei einer weit fortgeschrittenen, ausgeprägten Verengung kann sich ein vollständiger Harnverhalt entwickeln, der einen akuten, notfallmäßig zu behandelnden Zustand darstellt. Wiederkehrende Harnwegsinfektionen sowie ein abgeschwächter, mitunter aufgespaltener Harnstrahl können die zunehmende Verengung der Harnröhre zusätzlich begleiten.

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Diagnostik

Die Diagnose der Harnröhrenstriktur nach medizinischen Maßnahmen wird durch eine Messung der Harnflussrate gestellt, die eine charakteristische Verminderung der maximalen Harnflussgeschwindigkeit zeigt, sowie durch eine spezielle Röntgenkontrastuntersuchung oder eine endoskopische Spiegelung der Harnröhre, die die genaue Lokalisation sowie das Ausmaß der Verengung sichtbar macht. Eine sorgfältige Befragung nach vorausgegangenen medizinischen Eingriffen an den Harnwegen, insbesondere nach der Verwendung eines Blasenkatheters, ist für die Verdachtsdiagnose von erheblicher Bedeutung. Eine Restharnbestimmung mittels Ultraschall kann das Ausmaß der funktionellen Beeinträchtigung der Blasenentleerung zusätzlich einschätzen.

Behandlung

Die Behandlung der Harnröhrenstriktur nach medizinischen Maßnahmen richtet sich nach dem Ausmaß sowie der Länge der narbigen Verengung, wobei eine kurze, weniger stark ausgeprägte Striktur häufig durch eine endoskopische Aufdehnung oder eine vorsichtige Erweiterung mittels spezieller Instrumente behandelt werden kann. Bei einer längeren oder wiederholt auftretenden Striktur kann eine endoskopische Durchtrennung des vernarbten Gewebes von innen erfolgen, wobei diese Behandlung mit einem gewissen Risiko für ein erneutes Auftreten der Striktur verbunden ist. Bei einer ausgedehnten, wiederholt auftretenden Striktur kann eine offene, operative Rekonstruktion der Harnröhre mittels körpereigenen Gewebes eine dauerhaftere Lösung darstellen.

Verlauf und Prognose

Die Prognose der Harnröhrenstriktur nach medizinischen Maßnahmen hängt maßgeblich von der Länge sowie der Lokalisation der Verengung sowie der gewählten Behandlungsmethode ab, wobei eine kurze Striktur nach endoskopischer Behandlung eine gute Prognose aufweist, jedoch mit einem relevanten Risiko für ein erneutes Auftreten verbunden bleibt. Eine offene, operative Rekonstruktion bietet bei längeren oder wiederholt auftretenden Strikturen die besten Langzeitergebnisse mit den niedrigsten Rückfallraten. Eine sorgfältige, schonende Technik bei künftigen medizinischen Eingriffen an der Harnröhre ist für Menschen mit einer bereits durchgemachten Harnröhrenstriktur von besonderer Bedeutung, um ein erneutes Auftreten zu vermeiden.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Wodurch entsteht diese Form der Harnröhrenstriktur meist?

Durch eine Verletzung der Harnröhrenschleimhaut im Rahmen eines ärztlichen Eingriffs, häufig durch einen Blasenkatheter.

Was ist ein typisches Frühsymptom?

Ein langsam über Wochen bis Monate abgeschwächter sowie verzögert einsetzender Harnstrahl.

Welcher Zustand stellt einen Notfall dar?

Ein vollständiger Harnverhalt bei weit fortgeschrittener Verengung.

Welche Behandlung bietet die besten Langzeitergebnisse bei längeren Strikturen?

Eine offene, operative Rekonstruktion der Harnröhre.

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