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Reisemedizin & Tropenkrankheiten

Giftbisse durch Echsen und andere Reptilien

Giftbisse durch Echsen und andere nicht zu den Schlangen zählende Reptilien sind selten, da nur wenige Arten weltweit tatsächlich giftig sind. Am bekanntesten sind die Gila-Krustenechse und die Mexikanische Skorpionsechse, deren Biss schmerzhaft und mit systemischen Beschwerden verbunden sein kann, jedoch nur selten lebensbedrohlich verläuft.

Ursachen

Der Biss erfolgt meist als Abwehrreaktion, wenn sich das Tier bedroht fühlt, etwa beim Anfassen oder Füttern in Terrarien oder bei zufälligem Kontakt in freier Natur in den Verbreitungsgebieten dieser Echsenarten. Die Tiere beißen sich mit kräftigen Kiefern fest und geben ihr Gift dabei über längere Zeit ab.

Symptome

Kennzeichnend sind starke, sofort einsetzende Schmerzen an der Bissstelle sowie eine ausgeprägte Schwellung. Systemisch können Übelkeit, Erbrechen, Schwäche und ein Blutdruckabfall auftreten, ein tödlicher Verlauf ist jedoch bei gesunden Erwachsenen sehr selten.

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Diagnostik

Die Diagnose ergibt sich in der Regel eindeutig aus dem Bissereignis und der sichtbaren Bisswunde. Bei ausgeprägten allgemeinen Beschwerden werden Kreislauf und Blutwerte überwacht.

Behandlung

Die Behandlung erfolgt unterstützend mit Schmerzlinderung, Wundversorgung und, bei Bedarf, Kreislaufunterstützung, ein spezifisches Gegengift ist für die meisten dieser Bisse nicht erforderlich. Wichtig ist zudem, das Tier vorsichtig und ohne weitere Verletzungsgefahr vom Biss zu lösen, da es sich zunächst festbeißen kann.

Verlauf und Prognose

Die meisten Bisse heilen mit unterstützender Behandlung folgenlos aus, auch wenn die Schmerzen und die Schwellung mehrere Tage anhalten können. Ein schwerer, lebensbedrohlicher Verlauf ist bei gesunden Erwachsenen selten, weshalb die Prognose insgesamt gut ist.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Welche Echsenarten gelten als giftig?

Vor allem die Gila-Krustenechse und die Mexikanische Skorpionsechse.

Ist ein solcher Biss meist lebensbedrohlich?

Nein, bei gesunden Erwachsenen verläuft er in aller Regel nicht lebensbedrohlich, auch wenn er sehr schmerzhaft ist.

Gibt es ein Gegengift?

Für die meisten dieser Bisse ist kein spezifisches Gegengift erforderlich, die Behandlung erfolgt unterstützend.

Worauf sollte man beim Lösen des Tieres achten?

Das Tier sollte vorsichtig und ohne weitere Verletzungsgefahr vom Biss gelöst werden, da es sich zunächst festbeißen kann.

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