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Frauengesundheit

Gestationsödeme und Gestationsproteinurie (schwangerschaftsinduziert) ohne Hypertonie

Während der Schwangerschaft können sich verschiedene, durch die Schwangerschaft selbst bedingte Veränderungen zeigen, darunter Wassereinlagerungen im Gewebe, sogenannte Gestationsödeme, sowie eine vermehrte Ausscheidung von Eiweiß über den Urin, die sogenannte Gestationsproteinurie. Treten diese Veränderungen auf, ohne dass gleichzeitig ein erhöhter Blutdruck vorliegt, spricht man von Gestationsödemen und Gestationsproteinurie ohne Hypertonie. Dieser Zustand unterscheidet sich damit wesentlich von der Präeklampsie, bei der eine Eiweißausscheidung im Urin stets gemeinsam mit einem erhöhten Blutdruck auftritt, und wird daher als eigenständige, in der Regel deutlich harmlosere Veränderung eingeordnet.

Ursachen

Gestationsödeme entstehen durch die während der Schwangerschaft physiologisch veränderten Flüssigkeits- und Kreislaufverhältnisse, bei denen der Körper vermehrt Wasser einlagert und der Druck in den Venen der unteren Körperhälfte durch die wachsende Gebärmutter zusätzlich ansteigt. Eine Gestationsproteinurie ohne begleitenden Blutdruckanstieg kann durch eine vorübergehende, funktionelle Veränderung der Nierenfunktion während der Schwangerschaft bedingt sein, ohne dass eine ernsthafte zugrunde liegende Nierenerkrankung oder Präeklampsie vorliegt. Beide Veränderungen treten gehäuft bei Mehrlingsschwangerschaften sowie bei längerem Stehen oder warmen Temperaturen auf.

Symptome

Gestationsödeme äußern sich durch sichtbare Schwellungen, meist im Bereich der Knöchel, Unterschenkel und Hände, die sich typischerweise im Tagesverlauf verstärken und nach ausreichender Ruhe mit hochgelagerten Beinen wieder zurückgehen. Eine begleitende Gestationsproteinurie verursacht in der Regel keine eigenen, spürbaren Beschwerden und wird meist zufällig im Rahmen der routinemäßigen Urinuntersuchung während der Schwangerschaftsvorsorge festgestellt. Entscheidend für die Einordnung als harmlose Veränderung ist, dass der Blutdruck bei diesen Untersuchungen im normalen Bereich bleibt.

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Diagnostik

Die Diagnostik erfolgt im Rahmen der regelmäßigen Schwangerschaftsvorsorgeuntersuchungen durch eine Kontrolle des Blutdrucks sowie eine Untersuchung des Urins auf eine vermehrte Eiweißausscheidung. Wird eine Eiweißausscheidung oder eine deutliche Wassereinlagerung festgestellt, ist die begleitende Messung eines normalen Blutdrucks entscheidend, um diesen Zustand von der behandlungsbedürftigen Präeklampsie abzugrenzen. Bei Unklarheiten oder ausgeprägteren Befunden können ergänzende Untersuchungen, etwa der Nierenfunktion, sinnvoll sein, um andere zugrunde liegende Ursachen auszuschließen.

Behandlung

Gestationsödeme ohne begleitenden Bluthochdruck erfordern in der Regel keine spezifische medizinische Behandlung, allgemeine Maßnahmen wie regelmäßiges Hochlagern der Beine, das Tragen von Kompressionsstrümpfen sowie ausreichende Bewegungspausen können die Beschwerden jedoch lindern. Eine begleitende Gestationsproteinurie ohne Bluthochdruck erfordert ebenfalls meist keine gezielte Behandlung, sondern lediglich eine fortlaufende Beobachtung im Rahmen der üblichen Schwangerschaftsvorsorge, um ein mögliches späteres Auftreten eines erhöhten Blutdrucks frühzeitig zu erkennen.

Verlauf und Prognose

Die Prognose von Gestationsödemen und Gestationsproteinurie ohne begleitenden Bluthochdruck ist in aller Regel sehr gut, beide Veränderungen bilden sich nach der Entbindung vollständig zurück, ohne bleibende Folgen zu hinterlassen. Da sich bei einem Teil der betroffenen Frauen im weiteren Verlauf der Schwangerschaft dennoch ein erhöhter Blutdruck entwickeln kann, bleibt eine regelmäßige Kontrolle im Rahmen der Schwangerschaftsvorsorge wichtig, auch wenn die ursprünglichen Befunde für sich genommen keine unmittelbare Behandlung erfordern.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Worin unterscheidet sich dieser Zustand von einer Präeklampsie?

Bei der Präeklampsie tritt eine Eiweißausscheidung im Urin stets gemeinsam mit einem erhöhten Blutdruck auf, während hier der Blutdruck im normalen Bereich bleibt.

Müssen Gestationsödeme behandelt werden?

In der Regel nicht, allgemeine Maßnahmen wie Hochlagern der Beine und Kompressionsstrümpfe können die Beschwerden jedoch lindern.

Bildet sich die vermehrte Eiweißausscheidung nach der Geburt zurück?

Ja, in aller Regel bildet sie sich nach der Entbindung vollständig zurück, ohne bleibende Folgen.

Warum sind trotzdem regelmäßige Kontrollen wichtig?

Weil sich bei einem Teil der betroffenen Frauen im weiteren Verlauf dennoch ein erhöhter Blutdruck entwickeln kann, der frühzeitig erkannt werden sollte.

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