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Frauengesundheit

Geburtshindernis durch verhakte Zwillinge

Bei einer Zwillingsschwangerschaft besteht die seltene, aber ernstzunehmende Möglichkeit, dass sich beide Kinder während der Geburt körperlich ineinander verhaken, was als Geburtshindernis durch verhakte Zwillinge bezeichnet wird. Diese Komplikation tritt am ehesten dann auf, wenn sich das erste Kind in Beckenendlage befindet, während das zweite Kind in Kopflage liegt, sodass sich die jeweiligen Köpfe beider Kinder während des Geburtsvorgangs ineinander verhaken können. Diese Situation stellt eine akute geburtshilfliche Notfallsituation dar, da der weitere Geburtsfortschritt dadurch vollständig blockiert werden kann.

Ursachen

Verhakte Zwillinge entstehen durch eine ungünstige Kombination der Lage beider Kinder innerhalb der Gebärmutter, wobei das Risiko besonders dann erhöht ist, wenn sich das zuerst zu gebärende Kind in Beckenendlage befindet, während das zweite Kind in der üblichen Kopflage liegt. In dieser Konstellation kann es während des Geburtsvorgangs des ersten Kindes dazu kommen, dass sich der Kopf des zweiten Kindes und der noch nicht geborene Kopf des ersten Kindes im Bereich des mütterlichen Beckens gegenseitig blockieren. Diese Komplikation ist insgesamt selten, das Risiko hängt wesentlich von der genauen Lagekombination beider Kinder ab.

Symptome

Das führende Anzeichen verhakter Zwillinge ist ein plötzlicher, vollständiger Stillstand des Geburtsfortschritts während der Geburt des ersten Zwillings, typischerweise nachdem der Körper des ersten Kindes bereits teilweise geboren wurde, der Kopf jedoch nicht weiter durchtreten kann. Diese Situation entwickelt sich meist unerwartet und akut während einer bereits begonnenen vaginalen Geburt bei bekannter oder auch unbekannter Beckenendlage des ersten Zwillings. Die betroffene Situation wird durch die geburtshilfliche Untersuchung sowie die klinische Beobachtung des blockierten Geburtsfortschritts erkannt.

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Diagnostik

Die Diagnostik dieser akuten Komplikation erfolgt unmittelbar während der Geburt durch die geburtshilfliche Untersuchung, bei der die ungewöhnliche, blockierte Position beider Kinder im Bereich des Geburtskanals festgestellt wird. Eine Ultraschalluntersuchung während der akuten Situation kann zusätzlich helfen, die genaue Position und Verhakung beider Kinder darzustellen, um das weitere Vorgehen bestmöglich zu planen. Da es sich um eine akute Notfallsituation handelt, muss die Diagnose rasch gestellt werden, um zeitnah reagieren zu können.

Behandlung

Die Behandlung verhakter Zwillinge stellt eine geburtshilfliche Notfallsituation dar, die ein rasches, erfahrenes Handeln erfordert. Je nach genauer Situation kann versucht werden, durch gezielte manuelle Manöver die Verhakung zu lösen, um die vaginale Geburt fortzusetzen. Gelingt dies nicht rasch genug, wird in der Regel eine notfallmäßige Schnittentbindung durchgeführt, um beide Kinder sicher zu entbinden. Die Entscheidung über das genaue Vorgehen wird durch ein erfahrenes geburtshilfliches Team unter Berücksichtigung der individuellen Situation und des Zustands beider Kinder getroffen.

Verlauf und Prognose

Da es sich bei verhakten Zwillingen um eine akute, potenziell gefährliche Notfallsituation handelt, hängt die Prognose entscheidend von der Geschwindigkeit ab, mit der die Komplikation erkannt und behandelt wird. Bei rascher, sachgerechter Behandlung durch ein erfahrenes geburtshilfliches Team lässt sich die Situation in vielen Fällen ohne bleibende Folgen für beide Kinder beherrschen. Aufgrund des Risikos dieser seltenen, aber ernsten Komplikation wird bei einer Zwillingsschwangerschaft mit ungünstiger Lagekombination die Geburtsplanung besonders sorgfältig und häufig unter Bevorzugung einer geplanten Schnittentbindung vorgenommen.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Wann besteht ein erhöhtes Risiko für verhakte Zwillinge?

Insbesondere wenn sich das zuerst zu gebärende Kind in Beckenendlage befindet, während das zweite Kind in der üblichen Kopflage liegt.

Woran erkennt man diese Komplikation?

An einem plötzlichen, vollständigen Stillstand des Geburtsfortschritts, typischerweise nachdem der Körper des ersten Kindes bereits teilweise geboren wurde.

Wie wird diese Notfallsituation behandelt?

Je nach Situation durch gezielte manuelle Manöver zur Lösung der Verhakung oder, falls dies nicht gelingt, durch eine notfallmäßige Schnittentbindung.

Wie wird die Geburt bei bekannter, ungünstiger Lagekombination geplant?

Aufgrund des Risikos wird die Geburtsplanung besonders sorgfältig vorgenommen, häufig unter Bevorzugung einer geplanten Schnittentbindung.

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