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Verletzungen des Bewegungsapparats

Fraktur der Skapula (Schulterblattbruch)

Die Fraktur der Skapula, im Deutschen als Schulterblattbruch bezeichnet, betrifft das Schulterblatt, jenen flachen, dreieckigen Knochen an der Rückseite des Brustkorbs, der aufgrund seiner geschützten Lage zwischen der umgebenden Muskulatur sowie dem Brustkorb im Vergleich zu anderen Knochen des Bewegungsapparats deutlich seltener von einer Fraktur betroffen ist. Da für die Entstehung eines Schulterblattbruchs aufgrund dieser geschützten Lage eine besonders erhebliche Gewalteinwirkung notwendig ist, gilt der Nachweis dieser Fraktur als wichtiges Warnzeichen für das Vorliegen weiterer, teils schwerer Begleitverletzungen des Brustkorbs sowie der inneren Organe, die bei jedem Betroffenen mit einem Schulterblattbruch sorgfältig ausgeschlossen werden müssen. Die Fraktur der Skapula entsteht daher überwiegend im Rahmen schwerer Verkehrsunfälle oder Stürze aus großer Höhe.

Ursachen

Die Fraktur der Skapula entsteht aufgrund der geschützten Lage des Schulterblatts zwischen der umgebenden Muskulatur sowie dem Brustkorb nur durch eine besonders erhebliche, direkte Gewalteinwirkung, wie sie typischerweise bei schweren Verkehrsunfällen, insbesondere bei einem direkten Aufprall auf den Rücken, sowie bei Stürzen aus großer Höhe auftritt. Seltener entsteht ein Schulterblattbruch durch eine indirekte Krafteinwirkung, etwa bei einem Sturz auf die ausgestreckte Hand mit Übertragung der Kraft über den Arm auf das Schulterblatt. Aufgrund der zur Entstehung notwendigen erheblichen Gewalteinwirkung tritt der Schulterblattbruch nur selten isoliert auf, sondern häufig gemeinsam mit weiteren, teils schweren Verletzungen des Brustkorbs sowie der inneren Organe.

Symptome

Die Fraktur der Skapula äußert sich durch einen Schmerz im Bereich des Schulterblatts, der sich bei jeder Bewegung des Arms sowie bei tiefer Atmung deutlich verstärkt, wobei die betroffene Person den betroffenen Arm häufig instinktiv eng am Körper hält, um die schmerzhafte Bewegung des Schulterblatts zu vermeiden. Eine Schwellung sowie ein Bluterguss über dem betroffenen Bereich entwickeln sich innerhalb weniger Stunden nach der Verletzung. Angesichts der zur Entstehung notwendigen erheblichen Gewalteinwirkung bestehen bei einem erheblichen Teil der Betroffenen zusätzlich Symptome von Begleitverletzungen des Brustkorbs, insbesondere Atemnot bei einer begleitenden Rippenfraktur mit Lungenverletzung.

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Diagnostik

Die Diagnose der Fraktur der Skapula wird durch eine Bildgebung mittels Röntgenaufnahme der Schulter sowie des Brustkorbs gestellt, wobei eine Computertomografie bei komplexen, in mehrere Bruchstücke zersplitterten Frakturen sowie zur genaueren Beurteilung der Gelenkfläche des Schultergelenks bei Beteiligung dieses Bereichs zusätzliche wichtige Informationen liefern kann. Angesichts des hohen Risikos bedeutsamer Begleitverletzungen wird bei jedem Nachweis eines Schulterblattbruchs eine umfassende notfallmedizinische Untersuchung des gesamten Brustkorbs sowie der inneren Organe durchgeführt, um mögliche, gleichzeitig bestehende schwere Verletzungen sicher auszuschließen.

Behandlung

Die Behandlung der Fraktur der Skapula erfolgt bei der überwiegenden Mehrheit der Betroffenen konservativ, da das Schulterblatt aufgrund seiner umgebenden, kräftigen Muskulatur sowie der überwiegend guten Durchblutung auch ohne operative Stabilisierung in aller Regel gut sowie zuverlässig ausheilt, wobei eine vorübergehende Ruhigstellung des Arms in einer Schlinge gemeinsam mit einer frühzeitigen, schmerzadaptierten physiotherapeutischen Bewegungsbehandlung im Vordergrund steht. Eine operative Stabilisierung wird nur bei besonders ausgeprägter Verschiebung der Bruchstücke, insbesondere bei Beteiligung der Gelenkfläche des Schultergelenks, oder bei begleitenden Verletzungen empfohlen, die eine funktionell bedeutsame Instabilität der Schulter verursachen.

Verlauf und Prognose

Die Prognose der Fraktur der Skapula ist bei der überwiegenden Mehrheit der konservativ behandelten Betroffenen sehr gut, wobei die Fraktur innerhalb weniger Wochen zuverlässig ausheilt sowie die Schulterfunktion nach abgeschlossener physiotherapeutischer Nachbehandlung bei den meisten Betroffenen vollständig wiederhergestellt werden kann. Die langfristige Gesamtprognose wird bei vielen Betroffenen maßgeblich durch das Ausmaß der häufig gleichzeitig bestehenden Begleitverletzungen des Brustkorbs sowie der inneren Organe bestimmt, die eine deutlich bedeutsamere Rolle für den Gesamtverlauf spielen können als der Schulterblattbruch selbst. Eine konsequente physiotherapeutische Nachbehandlung wird zur Vorbeugung einer bleibenden Bewegungseinschränkung der Schulter dringend empfohlen.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Warum ist ein Schulterblattbruch relativ selten?

Weil das Schulterblatt durch die umgebende Muskulatur sowie den Brustkorb gut geschützt ist.

Was ist ein wichtiger diagnostischer Hinweis bei dieser Verletzung?

Sie weist auf eine erhebliche Gewalteinwirkung hin und macht eine gezielte Suche nach schweren Begleitverletzungen notwendig.

Wie wird die Mehrheit der Schulterblattbrüche behandelt?

Konservativ mit vorübergehender Ruhigstellung sowie frühzeitiger physiotherapeutischer Bewegungsbehandlung.

Wann wird eine operative Behandlung empfohlen?

Bei besonders ausgeprägter Verschiebung der Bruchstücke, insbesondere bei Beteiligung der Schultergelenksfläche.

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