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Frauengesundheit

Folgen von Komplikationen während Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett

Während Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett können verschiedenste Komplikationen auftreten, die im akuten Moment behandelt und meist erfolgreich überwunden werden. Bei einem Teil der betroffenen Frauen bestehen jedoch auch nach dem eigentlichen Abschluss dieser besonderen Lebensphase länger anhaltende oder bleibende gesundheitliche Auswirkungen fort, die als Folgen von Komplikationen während Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett bezeichnet werden. Diese Folgezustände können sehr unterschiedlicher Natur sein und betreffen sowohl körperliche als auch psychische Aspekte der Gesundheit der betroffenen Frau.

Ursachen

Folgen von Komplikationen während Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett können durch verschiedenste zuvor durchgemachte Ereignisse bedingt sein. Dazu zählen etwa bleibende Beckenbodenschäden nach einer ausgeprägten Geburtsverletzung, eine fortbestehende Beeinträchtigung der Nierenfunktion nach einer schweren Präeklampsie oder eine anhaltende psychische Belastung nach einer traumatisch erlebten Geburt oder einer schwerwiegenden Komplikation. Auch bleibende Narbenbeschwerden nach einer Schnittentbindung oder eine dauerhafte Veränderung des Blutdrucks nach einer schwangerschaftsbedingten Bluthochdruckerkrankung können zu dieser Kategorie zählen.

Symptome

Die Symptomatik richtet sich nach der Art der ursprünglichen Komplikation sowie dem betroffenen Organsystem. Bleibende Beckenbodenschäden können sich durch eine Harn- oder Stuhlinkontinenz sowie ein Senkungsgefühl im Beckenbereich äußern. Eine fortbestehende Nierenfunktionsstörung kann sich durch anhaltende Wassereinlagerungen oder erhöhte Blutdruckwerte zeigen. Psychische Folgen einer belastend erlebten Geburt können sich durch anhaltende Ängste, Schlafstörungen oder ein Wiedererleben des belastenden Ereignisses äußern. Diese Beschwerden können sich erst mit einiger zeitlicher Verzögerung nach dem eigentlichen Ereignis bemerkbar machen.

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Diagnostik

Die Diagnostik richtet sich individuell nach der Art der vermuteten Folgeerscheinung und umfasst je nach Beschwerdebild eine gezielte körperliche Untersuchung, etwa des Beckenbodens, sowie entsprechende Blut- oder Urinuntersuchungen zur Beurteilung der Nierenfunktion. Bei Verdacht auf psychische Folgen einer belastenden Geburtserfahrung erfolgt eine einfühlsame, gezielte Befragung sowie gegebenenfalls eine fachärztliche Abklärung. Eine ausführliche Kenntnis der ursprünglichen Komplikation ist für die zielgerichtete weitere Diagnostik von großer Bedeutung.

Behandlung

Die Behandlung richtet sich individuell nach der Art der vorliegenden Folgeerscheinung. Bei Beckenbodenschäden kommen gezielte physiotherapeutische Übungen sowie, bei ausgeprägteren Befunden, weitere spezialisierte Behandlungsmaßnahmen zum Einsatz. Eine fortbestehende Nierenfunktionsstörung wird entsprechend der zugrunde liegenden Ursache internistisch weiterbehandelt. Bei psychischen Folgen einer belastenden Geburtserfahrung kann eine gezielte psychotherapeutische Unterstützung hilfreich sein, um die Erfahrung angemessen zu verarbeiten.

Verlauf und Prognose

Der Verlauf und die Prognose hängen wesentlich von der Art und dem Ausmaß der zugrunde liegenden Folgeerscheinung sowie von einer rechtzeitigen, gezielten Behandlung ab. Bei vielen körperlichen Folgeerscheinungen, etwa leichteren Beckenbodenschäden, lässt sich durch eine konsequente Behandlung eine deutliche Besserung erzielen. Bei psychischen Folgen ist eine frühzeitige, einfühlsame Unterstützung von besonderer Bedeutung für eine gute Verarbeitung. Eine offene Kommunikation mit der ärztlichen Betreuung auch nach Abschluss des Wochenbetts ist wichtig, um mögliche Folgeerscheinungen frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Welche Arten von Folgeerscheinungen gibt es?

Sowohl körperliche Folgen wie bleibende Beckenbodenschäden oder Nierenfunktionsstörungen als auch psychische Folgen wie anhaltende Ängste nach einer belastend erlebten Geburt.

Können sich Folgeerscheinungen erst mit Verzögerung zeigen?

Ja, manche Beschwerden machen sich erst mit einiger zeitlicher Verzögerung nach dem eigentlichen Ereignis bemerkbar.

Wie werden Beckenbodenschäden behandelt?

Häufig durch gezielte physiotherapeutische Übungen, bei ausgeprägteren Befunden kommen weitere spezialisierte Behandlungsmaßnahmen zum Einsatz.

Was hilft bei psychischen Folgen einer belastenden Geburtserfahrung?

Eine gezielte psychotherapeutische Unterstützung kann helfen, die Erfahrung angemessen zu verarbeiten.

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