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Weitere Notfälle

Epidurale Blutung

Die epidurale Blutung ist eine Ansammlung von Blut zwischen dem Schädelknochen und der harten Hirnhaut, die meist durch eine Kopfverletzung mit gleichzeitiger Verletzung einer Hirnhautarterie entsteht. Sie zählt zu den akut lebensbedrohlichen Notfällen, kann aber bei rascher Erkennung und Behandlung oft gut behoben werden.

Ursachen

Häufigste Ursache ist ein Sturz oder Schlag gegen den Kopf, bei dem gleichzeitig ein Schädelbruch entsteht, der eine der die harte Hirnhaut versorgenden Arterien verletzt. Das austretende Blut sammelt sich zwischen Schädelknochen und Hirnhaut und übt zunehmenden Druck auf das darunterliegende Gehirn aus.

Symptome

Charakteristisch ist ein sogenanntes freies Intervall: Nach der Verletzung kann zunächst eine kurze Bewusstlosigkeit auftreten, gefolgt von einer Phase scheinbarer Erholung, bevor sich innerhalb von Stunden zunehmende Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und eine erneute, rasch fortschreitende Bewusstseinstrübung entwickeln. Ohne rechtzeitige Behandlung kann sich der Zustand innerhalb kurzer Zeit dramatisch verschlechtern.

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Diagnostik

Die Diagnose wird durch eine umgehende Computertomografie des Kopfes gestellt, die die charakteristische, meist linsenförmige Blutansammlung zwischen Schädelknochen und Hirnhaut zeigt. Wegen des raschen Fortschreitens ist eine zügige Bildgebung bei jedem Verdacht auf eine epidurale Blutung entscheidend.

Behandlung

Bei größeren, raumfordernden Blutungen ist eine notfallmäßige operative Entlastung erforderlich, bei der das Blut über eine Öffnung im Schädelknochen abgelassen und die blutende Arterie versorgt wird. Kleinere Blutungen ohne wesentliche Raumforderung können unter engmaschiger Überwachung zunächst konservativ behandelt werden.

Verlauf und Prognose

Bei rechtzeitiger, vor Eintreten schwerer neurologischer Ausfälle durchgeführter operativer Behandlung ist die Prognose meist sehr gut, viele Betroffene erholen sich vollständig. Verzögert sich die Behandlung bis nach dem Auftreten ausgeprägter Bewusstseinsstörungen, verschlechtert sich die Prognose deutlich, weshalb das Erkennen des freien Intervalls und eine rasche Vorstellung besonders wichtig sind.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Was bedeutet das 'freie Intervall' bei einer epiduralen Blutung?

Eine Phase scheinbarer Erholung nach einer kurzen Bewusstlosigkeit, bevor sich die Blutung bemerkbar macht und der Zustand sich rasch verschlechtert.

Warum ist eine rasche Diagnostik so wichtig?

Weil sich der Zustand innerhalb weniger Stunden dramatisch verschlechtern kann und eine frühzeitige Behandlung die Prognose entscheidend verbessert.

Muss jede epidurale Blutung operiert werden?

Nein, kleinere Blutungen ohne wesentliche Raumforderung können unter engmaschiger Überwachung konservativ behandelt werden.

Was sollte man nach einer Kopfverletzung mit kurzer Bewusstlosigkeit beachten?

Auch bei scheinbarer Erholung sollte die betroffene Person in den folgenden Stunden beobachtet und bei erneuter Verschlechterung sofort ärztliche Hilfe gesucht werden.

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