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Frauengesundheit

Endokrine, Ernährungs- und Stoffwechselkrankheiten, die Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett komplizieren

Während der Schwangerschaft durchläuft der mütterliche Körper zahlreiche hormonelle und stoffwechselbezogene Anpassungen, die dazu dienen, die Versorgung des heranwachsenden Kindes sicherzustellen. Endokrine, Ernährungs- und Stoffwechselkrankheiten, die Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett komplizieren, umfassen ein Spektrum vorbestehender oder während der Schwangerschaft neu auftretender Erkrankungen des Hormonsystems sowie des Stoffwechsels, deren Verlauf durch diese veränderten Bedingungen beeinflusst werden kann und die aufgrund möglicher Auswirkungen auf Mutter und Kind eine sorgfältige, individuell angepasste Betreuung erfordern.

Ursachen

Zu den endokrinen, Ernährungs- und Stoffwechselkrankheiten, die eine Schwangerschaft komplizieren können, zählen unter anderem eine bereits vor der Schwangerschaft bestehende Über- oder Unterfunktion der Schilddrüse, ein bereits vor der Schwangerschaft bestehender Diabetes mellitus sowie seltenere Stoffwechselerkrankungen, die den Abbau bestimmter Nährstoffe betreffen. Diese Erkrankungen können sich durch die schwangerschaftsbedingt veränderten hormonellen und stoffwechselbezogenen Anforderungen sowohl verbessern als auch verschlechtern, wobei insbesondere ein bereits bestehender Diabetes mellitus während der Schwangerschaft häufig eine deutlich intensivierte Behandlung erfordert.

Symptome

Die Symptomatik richtet sich nach der Art der zugrunde liegenden Erkrankung. Bei einer Schilddrüsenüber- oder -unterfunktion können sich Beschwerden wie ein beschleunigter oder verlangsamter Herzschlag, eine ausgeprägte Nervosität oder umgekehrt eine ausgeprägte Müdigkeit sowie Veränderungen des Körpergewichts zeigen. Bei einem unzureichend eingestellten Diabetes mellitus können vermehrter Durst, häufiges Wasserlassen sowie eine Neigung zu besonders großen Kindern auffallen. Da viele dieser Beschwerden mit normalen schwangerschaftsbedingten Veränderungen überlappen können, ist eine sorgfältige ärztliche Einschätzung von Bedeutung.

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Diagnostik

Die Diagnostik erfolgt durch gezielte Blutuntersuchungen, etwa zur Bestimmung der Schilddrüsenwerte oder des Blutzuckerspiegels, die im Rahmen der Schwangerschaftsvorsorge routinemäßig oder bei entsprechendem Verdacht gezielt durchgeführt werden. Bei bereits bekannter endokriner oder Stoffwechselerkrankung erfolgt eine regelmäßige Kontrolle der relevanten Werte während der gesamten Schwangerschaft, um eine notwendige Anpassung der Behandlung rechtzeitig vornehmen zu können. Auch das Wachstum des Kindes wird bei diesen Erkrankungen engmaschig überwacht.

Behandlung

Die Behandlung richtet sich individuell nach der Art der zugrunde liegenden Erkrankung. Bei einer Schilddrüsenfunktionsstörung erfolgt eine medikamentöse Einstellung, die während der Schwangerschaft besonders sorgfältig überwacht und angepasst werden muss. Bei einem Diabetes mellitus steht eine konsequente Blutzuckereinstellung im Vordergrund, die je nach Ausmaß durch eine angepasste Ernährung, körperliche Aktivität sowie gegebenenfalls eine medikamentöse Behandlung erreicht wird. Eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen der behandelnden internistischen oder endokrinologischen sowie der geburtshilflichen Betreuung ist wichtiger Bestandteil der Versorgung.

Verlauf und Prognose

Der Verlauf und die Prognose hängen wesentlich von der Art der zugrunde liegenden Erkrankung sowie von der Qualität der Einstellung während der Schwangerschaft ab. Bei einer gut eingestellten Erkrankung ist der Ausgang für Mutter und Kind in den meisten Fällen günstig. Eine unzureichend behandelte oder schlecht kontrollierte endokrine oder Stoffwechselerkrankung kann hingegen das Risiko für Komplikationen bei Mutter und Kind erhöhen, weshalb eine konsequente Behandlung sowie regelmäßige Kontrollen während der gesamten Schwangerschaft von großer Bedeutung sind.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Welche endokrinen Erkrankungen können eine Schwangerschaft komplizieren?

Insbesondere eine bereits vor der Schwangerschaft bestehende Schilddrüsenüber- oder -unterfunktion sowie ein bereits vor der Schwangerschaft bestehender Diabetes mellitus.

Warum erfordert Diabetes während der Schwangerschaft oft eine intensivere Behandlung?

Die schwangerschaftsbedingt veränderten stoffwechselbezogenen Anforderungen können die Blutzuckereinstellung erschweren, weshalb häufig eine intensivierte Behandlung notwendig wird.

Wie wird das Kind bei diesen mütterlichen Erkrankungen überwacht?

Durch eine engmaschige Kontrolle des kindlichen Wachstums, da bestimmte Erkrankungen wie ein unzureichend eingestellter Diabetes das Risiko für ein besonders großes Kind erhöhen können.

Ist eine interdisziplinäre Betreuung bei diesen Erkrankungen wichtig?

Ja, eine enge Zusammenarbeit zwischen der internistischen oder endokrinologischen sowie der geburtshilflichen Betreuung ist wichtiger Bestandteil der Versorgung.

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