Embryonale Zyste des Ligamentum latum uteri
Die embryonale Zyste des Ligamentum latum uteri ist ein seltener, meist zufällig entdeckter flüssigkeitsgefüllter Hohlraum, der aus einem unvollständig zurückgebildeten Rest embryonaler Gänge im breiten Mutterband entsteht. Sie hat in den meisten Fällen keinen Krankheitswert und wird häufig im Rahmen einer anderen Untersuchung entdeckt.
Ursachen
Die Zyste entsteht aus einem Rest der sogenannten Wolff-Gänge, embryonaler Strukturen, die sich bei weiblichen Feten normalerweise vollständig zurückbilden. Bleibt ein kleiner Abschnitt bestehen, kann sich daraus im Laufe der Zeit eine flüssigkeitsgefüllte Zyste entwickeln.
Symptome
Die meisten dieser Zysten bleiben beschwerdefrei und werden zufällig bei einer gynäkologischen Untersuchung entdeckt. Bei größeren Zysten können gelegentlich ein Druckgefühl im Unterbauch oder leichte Zyklusbeschwerden auftreten.
Diagnostik
Die Diagnose wird durch eine gynäkologische Ultraschalluntersuchung gestellt, bei der die Zyste als abgegrenzter, flüssigkeitsgefüllter Hohlraum neben Eileiter und Eierstock sichtbar wird.
Behandlung
Kleine, beschwerdefreie Zysten benötigen keine Behandlung und werden lediglich regelmäßig kontrolliert. Bei ausgeprägten Beschwerden oder rascher Größenzunahme kann eine operative Entfernung erwogen werden.
Verlauf und Prognose
Die Prognose ist sehr gut, da diese Zysten in aller Regel gutartig sind und die Fruchtbarkeit nicht beeinträchtigen. Eine bösartige Entartung ist eine große Ausnahme.
Quellen & weiterführende Stellen
- Gesundheitsinformation.de (IQWiG) — Embryonale Zyste des Ligamentum latum uteri: Ursachen, Bedeutung, Behandlung
Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.
Häufige Fragen
Woraus entsteht diese Zyste?
Aus einem unvollständig zurückgebildeten Rest embryonaler Gänge, der sogenannten Wolff-Gänge.
Verursacht die Zyste meist Beschwerden?
Nein, die meisten bleiben beschwerdefrei und werden zufällig entdeckt.
Wie wird die Zyste diagnostiziert?
Durch eine gynäkologische Ultraschalluntersuchung.
Muss jede Zyste entfernt werden?
Nein, kleine, beschwerdefreie Zysten werden nur regelmäßig kontrolliert.
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