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Augen & Sehkraft

Cyclitis posterior

Der Ziliarkörper ist eine ringförmige Struktur im Augeninneren, die für die Produktion des Kammerwassers sowie für die Fokussierung der Augenlinse beim Nahsehen zuständig ist. Die Cyclitis posterior bezeichnet eine Entzündung des hinteren, an den Glaskörper und die Netzhautperipherie angrenzenden Anteils dieser Struktur. Im Unterschied zur Entzündung des vorderen Ziliarkörperanteils, die meist isoliert auftritt und rasch schmerzhaft wird, geht die Cyclitis posterior häufig mit einer begleitenden Entzündung des angrenzenden Glaskörpers und der peripheren Netzhaut einher, was das klinische Erscheinungsbild sowie die Beschwerden dieser Form maßgeblich prägt.

Ursachen

Die Cyclitis posterior kann durch verschiedene zugrunde liegende Erkrankungen ausgelöst werden. Bei einem erheblichen Teil der Betroffenen bleibt die genaue Ursache trotz umfassender Abklärung unbekannt, in diesen Fällen wird eine fehlgeleitete Reaktion des körpereigenen Abwehrsystems gegen Strukturen des Augeninneren angenommen. Bei einem weiteren Teil der Betroffenen liegt eine bestimmte, seltenere entzündliche Erkrankung des Bindegewebes oder eine andere systemische Autoimmunerkrankung zugrunde, die auch andere Organsysteme betreffen kann. Seltener wird die Cyclitis posterior durch eine Infektion ausgelöst, die über die Blutbahn in das Augeninnere gelangt.

Symptome

Die Cyclitis posterior verläuft im Unterschied zur vorderen Form häufig mit deutlich geringeren Schmerzen, was die Erkennung erschweren kann, da die Betroffenen zunächst nicht an eine entzündliche Augenerkrankung denken. Im Vordergrund stehen stattdessen eine allmählich zunehmende Trübung des Sehvermögens sowie die Wahrnehmung schwarzer Punkte oder Schatten im Gesichtsfeld, sogenannte Mouches volantes, die durch die begleitende Entzündung des Glaskörpers entstehen. Bei länger bestehender, unbehandelter Entzündung kann es zudem zu einer Schwellung der für das scharfe Sehen zentral wichtigen Netzhautregion kommen, die die Sehschärfe zusätzlich beeinträchtigt.

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Diagnostik

Die Diagnostik erfolgt durch eine augenärztliche Untersuchung des Augenhintergrunds sowie des Glaskörpers, bei der die charakteristischen Entzündungszeichen im hinteren Augenabschnitt erkannt werden. Eine spezialisierte bildgebende Untersuchung der Netzhautschichten unterstützt die Beurteilung einer möglichen begleitenden Schwellung der zentralen Netzhautregion. Da die zugrunde liegende Ursache bei vielen Betroffenen nicht ohne weiteres ersichtlich ist, umfasst die weiterführende Abklärung meist eine internistische Untersuchung sowie gezielte Blutuntersuchungen, um mögliche zugrunde liegende Autoimmunerkrankungen oder Infektionen zu identifizieren.

Behandlung

Die Behandlung der Cyclitis posterior richtet sich, sofern möglich, nach der zugrunde liegenden Ursache. In den meisten Fällen, in denen keine spezifische Ursache identifiziert werden kann, erfolgt eine entzündungshemmende Behandlung, häufig zunächst mit Kortisonpräparaten, die je nach Ausmaß und Lage der Entzündung als Augentropfen, Injektion in das umliegende Gewebe oder in schwereren Fällen auch als Tablette verabreicht werden können. Bei Betroffenen mit häufig wiederkehrenden Entzündungsschüben oder unzureichendem Ansprechen auf Kortison können ergänzend andere, das Immunsystem regulierende Medikamente eingesetzt werden, um die Entzündungsaktivität langfristig zu kontrollieren.

Verlauf und Prognose

Der Verlauf der Cyclitis posterior ist häufig chronisch mit wiederkehrenden Entzündungsschüben, die sich über Jahre erstrecken können, wobei sich Phasen aktiver Entzündung mit beschwerdefreien Phasen abwechseln. Bei konsequenter entzündungshemmender Behandlung lässt sich die Entzündungsaktivität bei einem Großteil der Betroffenen gut kontrollieren, sodass ein Großteil der Sehfunktion erhalten bleiben kann. Bei wiederholten, unzureichend behandelten Entzündungsschüben besteht jedoch das Risiko einer bleibenden Schädigung der zentralen Netzhautregion, weshalb eine konsequente augenärztliche Verlaufskontrolle und Behandlung von großer Bedeutung ist.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Warum wird diese Entzündung manchmal erst spät erkannt?

Sie verläuft häufig mit deutlich geringeren Schmerzen als die vordere Form, weshalb Betroffene zunächst nicht an eine entzündliche Augenerkrankung denken.

Was sind Mouches volantes und warum treten sie hierbei auf?

Es handelt sich um schwarze Punkte oder Schatten im Gesichtsfeld, die durch die begleitende Entzündung des Glaskörpers bei dieser Erkrankung entstehen.

Wird immer eine zugrunde liegende Ursache gefunden?

Nein, bei einem erheblichen Teil der Betroffenen bleibt die genaue Ursache trotz umfassender Abklärung unbekannt.

Wie wird die Cyclitis posterior meist behandelt?

In den meisten Fällen entzündungshemmend, zunächst häufig mit Kortisonpräparaten als Augentropfen, Injektion oder Tablette, je nach Ausmaß der Entzündung.

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