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Augen & Sehkraft

Cataracta traumatica

Die Cataracta traumatica ist eine Trübung der Augenlinse, die als Folge einer Verletzung des Auges entsteht. Im Unterschied zur häufigen, altersbedingten Form des grauen Stars, die meist beide Augen betrifft und sich über Jahre langsam entwickelt, tritt die Cataracta traumatica in der Regel nur an dem verletzten Auge auf und kann sich sowohl unmittelbar nach dem auslösenden Ereignis als auch, in manchen Fällen, erst mit einer Verzögerung von Monaten oder sogar Jahren entwickeln. Die Verletzung kann sowohl durch einen direkten Aufprall auf das Auge als auch durch eine durchdringende Verletzung mit Beteiligung der Linsenkapsel verursacht werden.

Ursachen

Die Cataracta traumatica entsteht durch eine Verletzung des Auges, wobei grundsätzlich zwei Verletzungsmechanismen zu unterscheiden sind. Bei einer stumpfen Verletzung, etwa durch einen Schlag oder Aufprall auf das Auge, kann die Erschütterung zu einer Störung der Linsenfaserstruktur und in der Folge zu einer Trübung führen, ohne dass die Linsenkapsel selbst verletzt sein muss. Bei einer durchdringenden Verletzung mit direkter Eröffnung der Linsenkapsel, etwa durch einen spitzen Gegenstand oder einen Fremdkörper, tritt Kammerwasser in die Linse ein, was zu einer meist raschen und ausgeprägten Trübung führt. Auch bestimmte Verätzungen sowie eine starke Einwirkung von elektrischem Strom können in selteneren Fällen eine Cataracta traumatica verursachen.

Symptome

Das führende Symptom der Cataracta traumatica ist eine zunehmende, meist einseitige Sehverschlechterung des verletzten Auges, deren Geschwindigkeit stark vom Verletzungsmechanismus abhängt. Bei einer durchdringenden Verletzung mit direkter Eröffnung der Linsenkapsel kann sich die Trübung innerhalb weniger Stunden bis Tage rasch entwickeln, während sich eine Trübung nach einer stumpfen Verletzung mitunter erst nach Wochen, Monaten oder sogar Jahren bemerkbar macht. Begleitend können, je nach Art und Ausmaß der ursprünglichen Verletzung, weitere Beschwerden am betroffenen Auge bestehen, etwa Schmerzen, Rötung oder weitere verletzungsbedingte Veränderungen im Augeninneren.

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Diagnostik

Die Diagnostik erfolgt durch eine augenärztliche Untersuchung mittels Spaltlampe, bei der die charakteristische, meist einseitige Linsentrübung sowie mögliche weitere Verletzungsfolgen am betroffenen Auge, etwa eine Beteiligung der Linsenkapsel oder umliegender Augenstrukturen, beurteilt werden. Eine ausführliche Anamnese zum genauen Unfallhergang sowie zum zeitlichen Verlauf der Sehverschlechterung ist ein wichtiger Bestandteil der Abklärung, insbesondere um zwischen einer akuten und einer verzögert auftretenden Cataracta traumatica zu unterscheiden. Bei Verdacht auf einen im Auge verbliebenen Fremdkörper kann eine ergänzende bildgebende Untersuchung notwendig sein.

Behandlung

Die Behandlung der Cataracta traumatica erfolgt, sobald sie zu einer relevanten Beeinträchtigung der Sehschärfe führt, durch eine operative Entfernung der getrübten Linse mit anschließendem Einsatz einer Kunstlinse, entsprechend dem Vorgehen bei der Behandlung des altersbedingten grauen Stars. Bei begleitenden Verletzungsfolgen am Auge, etwa einer beschädigten Linsenkapsel oder umliegenden Strukturen, kann die Operation technisch anspruchsvoller sein und eine besonders sorgfältige Planung sowie gegebenenfalls zusätzliche operative Maßnahmen erfordern. Der optimale Zeitpunkt der Operation richtet sich nach dem Ausmaß der Sehbeeinträchtigung sowie nach einer möglichen Abheilung begleitender Verletzungsfolgen.

Verlauf und Prognose

Der Verlauf und die Prognose der Cataracta traumatica hängen wesentlich vom Ausmaß der ursprünglichen Verletzung sowie von einer möglichen Beteiligung weiterer Augenstrukturen ab. Bei einer isolierten Linsentrübung ohne relevante Begleitverletzungen ist die Prognose nach operativer Behandlung meist sehr gut, mit einer deutlichen Verbesserung der Sehschärfe. Bei ausgeprägteren Begleitverletzungen, etwa einer Beteiligung der Netzhaut oder anderer innerer Augenstrukturen, hängt die letztendliche Sehschärfe zusätzlich vom Ausmaß dieser Begleitschäden ab. Eine regelmäßige augenärztliche Nachsorge nach Augenverletzungen ist wichtig, um eine sich möglicherweise verzögert entwickelnde Cataracta traumatica frühzeitig zu erkennen.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Worin unterscheidet sich diese Form vom altersbedingten grauen Star?

Die Cataracta traumatica entsteht durch eine Verletzung und betrifft meist nur ein Auge, während der altersbedingte graue Star sich über Jahre langsam entwickelt und meist beide Augen betrifft.

Kann sich die Trübung erst Jahre nach der Verletzung entwickeln?

Ja, insbesondere nach einer stumpfen Verletzung ohne direkte Eröffnung der Linsenkapsel kann sich die Trübung erst mit deutlicher Verzögerung bemerkbar machen.

Wie wird eine Cataracta traumatica behandelt?

Sobald sie zu einer relevanten Sehbeeinträchtigung führt, erfolgt eine operative Entfernung der getrübten Linse mit Einsatz einer Kunstlinse, ähnlich wie beim altersbedingten grauen Star.

Warum ist eine augenärztliche Nachsorge nach Augenverletzungen wichtig?

Weil sich eine Cataracta traumatica mitunter erst verzögert entwickelt und eine regelmäßige Kontrolle hilft, sie frühzeitig zu erkennen.

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