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Nervensystem & Gehirn

Alkoholmyopathie

Die Alkoholmyopathie bezeichnet eine Schädigung der Skelettmuskulatur, die durch einen langjährigen, übermäßigen Alkoholkonsum verursacht wird. Diese Erkrankung kann sowohl in einer akuten, plötzlich auftretenden Form nach einem massiven Alkoholexzess als auch in einer deutlich häufigeren, chronischen Form auftreten, die sich schleichend über Jahre entwickelt sowie zu einer zunehmenden Schwäche sowie einem Abbau der Skelettmuskulatur führt. Die Alkoholmyopathie zählt zu den häufigsten, jedoch oft unterschätzten Folgeerkrankungen eines langjährigen Alkoholmissbrauchs sowie kann bei konsequenter Abstinenz zumindest teilweise rückbildungsfähig sein.

Ursachen

Die Alkoholmyopathie entsteht durch die direkte, toxische Wirkung von Alkohol sowie seinen Abbauprodukten auf die Muskelzellen, wodurch die normale Muskelproteinsynthese gestört sowie der Abbau von Muskelgewebe begünstigt wird. Ein begleitender Mangel an bestimmten Vitaminen, insbesondere Vitamin B1, der bei langjährigem Alkoholmissbrauch häufig auftritt, sowie eine allgemein mangelhafte Ernährung tragen zur Entstehung der Muskelschädigung zusätzlich bei. Das Risiko für eine Alkoholmyopathie steigt mit der Menge sowie der Dauer des Alkoholkonsums.

Symptome

Die chronische Alkoholmyopathie äußert sich durch eine langsam fortschreitende, überwiegend die körperstammnahe Muskulatur der Arme sowie insbesondere der Beine betreffende Schwäche, die sich durch Schwierigkeiten beim Treppensteigen, Aufstehen aus der Hocke oder Heben der Arme über den Kopf bemerkbar macht. Eine sichtbare Abnahme der Muskelmasse sowie gelegentliche Muskelschmerzen können begleitend auftreten. Die seltenere, akute Form äußert sich durch plötzlich einsetzende, ausgeprägte Muskelschmerzen, Schwellung sowie erhebliche Schwäche nach einem massiven Alkoholexzess.

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Diagnostik

Die Diagnose der Alkoholmyopathie wird durch eine sorgfältige Befragung nach dem Ausmaß sowie der Dauer des Alkoholkonsums sowie eine körperliche Untersuchung mit Beurteilung der Muskelkraft sowie -masse gestellt. Eine Blutuntersuchung auf muskelspezifische Enzyme kann eine bestehende Muskelschädigung zusätzlich bestätigen, insbesondere bei der akuten Form. Eine Elektromyographie sowie in ausgewählten Fällen eine Muskelbiopsie können zur weiteren Abklärung sowie zur Abgrenzung von anderen Ursachen einer Muskelschwäche beitragen.

Behandlung

Die wichtigste Behandlungsmaßnahme der Alkoholmyopathie ist eine konsequente, dauerhafte Alkoholabstinenz, die eine weitere Schädigung der Muskulatur verhindert sowie eine gewisse Erholung der bereits geschädigten Muskulatur ermöglicht. Eine gezielte Substitution eines nachgewiesenen Vitaminmangels, insbesondere von Vitamin B1, unterstützt die Behandlung zusätzlich. Eine begleitende Physiotherapie sowie ein gezielter Muskelaufbau können die Rückbildung der Muskelschwäche zusätzlich fördern.

Verlauf und Prognose

Die Prognose der Alkoholmyopathie hängt entscheidend von der konsequenten Umsetzung der Alkoholabstinenz sowie dem Ausmaß der bereits eingetretenen Muskelschädigung ab. Bei rechtzeitiger, konsequenter Abstinenz kann sich die Muskelkraft innerhalb mehrerer Monate deutlich verbessern, wobei eine vollständige Rückbildung nicht immer erreicht wird. Bei fortgesetztem Alkoholkonsum schreitet die Muskelschädigung dagegen kontinuierlich fort, weshalb eine gezielte suchtmedizinische Betreuung neben der eigentlichen muskulären Behandlung von erheblicher Bedeutung ist.

Quellen & weiterführende Stellen

Eigenständig verfasst und zusammengefasst, kein diagnostischer Ersatz für ärztlichen Rat. Rechts- und Fachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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FAQ

Häufige Fragen

Was verursacht die Alkoholmyopathie?

Ein langjähriger, übermäßiger Alkoholkonsum.

Welche Muskelgruppen sind besonders betroffen?

Vor allem die körperstammnahe Muskulatur der Beine sowie Arme.

Was ist die wichtigste Behandlungsmaßnahme?

Eine konsequente, dauerhafte Alkoholabstinenz.

Kann sich die Muskelschwäche zurückbilden?

Ja, bei rechtzeitiger Abstinenz zumindest teilweise.

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